Studien & Umfragen2019-03-11T10:03:53+00:00

Studien & Umfragen

Grossratswahlen 2016: Starke Unterstützung für Regionalspitäler

Eine schnelle und kompetente medizinische Versorgung in der Nähe ist für die Aargauer Bevölkerung von grosser Wichtigkeit. Trotzdem gibt es immer wieder Versuche, die medizinische Versorgung in den Regionen abzubauen. Anlässlich der Grossratswahlen vom 23. Oktober 2016 hat die Gemeinschaft «Nähe schafft Gesundheit. Ihr Spital in der Region.» deshalb die wieder kandidierenden Grossräte sowie einen Grossteil der neu Kandidierenden zu ihrer Position zur regionalen Gesundheitsversorgung befragt. Das Ergebnis ist äusserst erfreulich: Eine deutliche Mehrheit unterstützt die Regionalspitäler, sie will diese bewahren und hat sich für den Erhalt und die Stärkung der medizinischen Versorgung in den Regionen ausgesprochen.

Laden Sie hier die gesamte Medienmitteilung vom 12.10.2016 und die Ergebnisse der Umfrage herunter.

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Hier können Sie die vollständigen und detaillierten Ergebnisse der Umfrage ansehen.

Vollständige Ergebnisse

Auszüge aus dem H+ Spital- und Klinik-Barometers 2016

Bevölkerungsbefragung zu gesundheitspolitischen Themen mit Fokus auf die Spitäler und Kliniken
durchgeführt vom gfs.bern im Auftrag von „H+ Die Spitäler der Schweiz“

Wunsch nach Zentralisierung Rückläufig

Die Konzentration des Spitalwesens steht wieder weniger im Zentrum: Auf der Skala von 1 (Konzentration auf Zentren) bis 6 (breites Angebot in Randregionen) liegen die Stimmberechtigten mit einem Durchschnitt von 3.6 (+0.5) fast genau in der Mitte. 46 Prozent (–13) neigen zu mehr Zentralisierung, 54 Prozent (+22) zu einem breiten Angebot in Randregionen. Damit ist die ausgeprägte Entwicklung Richtung Zentralisierung von 2015 deutlich zurückgegangen. Insgesamt neigt die Meinung jedoch nicht so stark zu einem breiten regionalen Angebot wie noch 2014.

H Plus 16 Regiospitäler
H Plus 16 Regiospitäler

In jeder Region sollte ein Spital stehen

Die Forderung nach einem Spital in jeder Region wird von drei Vierteln der Bevölkerung getragen. Ein Spital oder eine Klinik in jeder Region wünschen sich vor allem Französisch- und Italienischsprachige (je 86%), ab 70-Jährige (83%) und politisch rechts (81%) oder der CVP (80%) nahestehende Personen. Überdurchschnittlich ist der Anteil auch in ländlichen Regionen (78%) – anders als noch in den beiden ersten Befragungswellen.

Wertschöpfung und Regionalwirtschaftliche Bedeutung des Kantonsspital Uri

Medienmitteilung vom 13. September 2016

Wertschöpfungsstudie zum Download

Studie der Hochschule Luzern unterstreicht die volkswirtschaftliche Bedeutung des Kantonsspitals für Uri

Das Kantonsspital Uri (KSU) hat eine Studie zur Untersuchung der Wertschöpfung und regionalwirtschaftlichen Bedeutung des KSU für den Kanton Uri in Auftrag gegeben. Anlässlich des Pressecafés vom Dienstag, 13. September 2016, präsentierte Prof. Hannes Egli vom Institut für Betriebs- und Regionalökonomie IBR der Hochschule Luzern die gewonnenen Erkenntnisse. So generiert das KSU im Kanton Uri pro Jahr eine Wertschöpfung von mehr als 58 Mio. Franken.

Die Planung des neuen Urner Kantonsspitals ist in vollem Gange. Der Um- und Neubau ist das grösste Hochbauprojekt, das der Kanton Uri je umgesetzt hat. Bis im Herbst 2016 liegt ein Vorprojekt vor, das in den nächsten Monaten die politischen Diskussionen im Kanton Uri prägen wird. Die Volksabstimmung wird voraussichtlich am 24. September 2017 stattfinden. Dass das Kantonsspital Uri für die medizinische Versorgung der Urnerinnen und Urner eminent wichtig ist, muss nicht betont werden. Wie aber steht es um die wirtschaftliche Bedeutung des Kantonsspitals? Eine neue Studie der Hochschule Luzern gibt fundierte Antworten auf diese Frage. Untersucht wurden die Wertschöpfung und die regionalwirtschaftliche Bedeutung des Kantonsspitals Uri für den Kanton Uri.

Tragende Stütze der Urner Volkswirtschaft

Die jährliche Wertschöpfung, die durch das KSU im Kanton Uri pro Jahr generiert wird, beläuft sich auf 58.4 Mio. Franken. Durch diese Wertschöpfung werden im Kanton Uri 540 Vollzeitstellen gesichert. Das bedeutet in der Praxis, dass das Einkommen von mehr als 800 Personen von der Wertschöpfung des KSU abhängt.

Die Hochschule Luzern – Wirtschaft unterscheidet zwischen dem wiederkehrenden Umsatz und dem einmalig durch den Um- und Neubau generierten Umsatz: «Unser Untersuchungen zeigen, dass das KSU beim Urner Gewerbe jährlich einen Umsatz von 26 Mio. Franken generiert», erläutert Prof. Hannes Egli. «Mit dem Um- und Neubau darf für das Urner Gewerbe mit weiteren einmaligen Investitionen in der Höhe von 67 Mio. Franken gerechnet werden», so Egli weiter. «Diese generieren eine Wertschöpfung von 32 Mio. Franken und sichern rund 224 Vollzeitstellen, umgerechnet auf die Dauer von einem Jahr».

Bedeutender Ausbildner

Als drittgrösster Arbeitgeber im Kanton Uri beschäftigt das KSU insgesamt 581 Personen, verteilt auf 434 Vollzeitstellen. Davon sind 114 Personen in 19 verschiedenen Berufen in Ausbildung. Damit trägt das KSU massgeblich zu einer hohen medizinischen und pflegerischen Qualität im Kanton Uri bei.

Von den 21 Assistenzärztinnen und Assistenzärzten entscheiden sich später viele für eine berufliche Tätigkeit im Kantons Uri. Damit kommt dem KSU in der nachhaltigen Versorgung der Region mit Hausärzten eine grundlegende Bedeutung zu. Dieselben Überlegungen gelten ebenso für sehr gut ausgebildete Pflegespezialisten, besuchen doch 41 Personen eine höhere Fachschule.

Unerlässliches Element der Standortattraktivität

Patienten, die im KSU hospitalisiert werden, werden weniger aus ihrem sozialen Kontext herausgerissen. Das Spital ist in der Nähe, Besuchswege sind kurz und die meisten Pflegepersonen stammen aus der Region. Diese qualitativen Unterschiede wirken sich positiv auf den Heilungsverlauf und folglich auf die Hospitalisierungsdauer aus. Auch ohne Inanspruchnahme von medizinischen Leistungen, welche durch das KSU bereitgestellt werden, stiften diese einen positiven Nutzen. Alleine das Wissen, dass man im Bedarfsfall auf qualitativ gute medizinische und pflegerische Leistungen zurückgreifen kann, macht den Kanton Uri als Wohn- und Standortkanton attraktiver.

Der Tourismus im Kanton hat durch die Investitionen in Andermatt in den vergangenen Jahren an Bedeutung gewonnen. Das Tourismussegment, welches in Andermatt bedient wird, gehört zum Hochpreissegment. Die Kunden und Kundinnen dieses Segments erwarten ein qualitativ hochstehendes, rund um die Uhr verfügbares und in geographischer Nähe erreichbares Angebot an Gesundheitsleistungen als Teil eines umfassenden Leistungsangebots. Die Dienstleistungen des KSU in Zusammenarbeit mit dem Hausarzt in Andermatt tragen damit zur Attraktivität des Kantons Uri als Tourismusdestination bei.

Zentraler Anbieter der medizinischen Grundversorgung

Pro Jahr werden im KSU 4‘000 stationäre und über 20‘000 ambulante Patienten behandelt und gepflegt. 90 Prozent der Leistungen werden für die eigene Kantonsbevölkerung erbracht. Dabei gewährleistet das KSU als Drehscheibe zwischen den Hausärztinnen / Hausärzten den koordinierten Zugang zur spezialisierten und hochspezialisierten Medizin. Aufgrund der engen Zusammenarbeit mit dem Luzerner Kantonsspital können diese Leistungen in vielen Fällen in Altdorf vorgenommen werden. Das KSU ist eng mit den im Kanton praktizierenden Hausärztinnen und Hausärzten vernetzt. Die kurzen Wege und die Übersichtlichkeit der Anzahl Ansprechpersonen fördert eine effiziente und auf das gegenseitige Vertrauen basierende Zusammenarbeit zwischen Hausärzten und dem KSU.

Foto

Prof. Dr. Hannes Egli von der Hochschule Luzern – Wirtschaft stellt die gewonnenen Erkenntnisse vor.

Kontaktpersonen

Kantonsspital Uri

Dr. Peter Vollenweider Fortunat von Planta
Spitalratspräsident Spitaldirektor
Tel. direkt 041 368 12 69 Tel. direkt 041 875 51 27
Mail. peter.vollenweider@bdo.ch Mail. fortunat.vonplanta@ksuri.ch